Biografie

Biografie

Geboren 1945 in Altenmarkt/Alz., lebt und arbeitet in München

1962-67

Studium der Malerei, Privatschule H. Kropp

1970-71

Kunstakademie München bei Prof. Kirchner, Prof. Meistermann

1970-75

Assistenz bei Lothar Fischer (Gruppe Spur), München

1980-88

Zusammenarbeit mit dem Maler Stefan Becker, bemalte Skulpturen

1986-87

New York, Aufenthalt

1983-2000

Ateliergemeinschaft Nymphenburger Straße 125

 

Einzelausstellungen

1979

Galerie Marsyas, München

1983

Galerie Bakomo, München, mit Stefan Becker

1985

Galerie Georg Nothelfer, Berlin

1985

Cordonhaus, Cham, mit Stefan Becker

1988

Galerie Bauer & Blössl, Nürnberg

1989

Galerie Mock, Ulm, mit Anton Fischer

1991

Schloßgalerie Wörth/Donau

1994

Galerie im Taubenturm, Dießen

1994

Galerie im Kornhauskeller, Ulm

1995

Galerie Klaus Lea, Skulpturenpavillon München

1996

Galerie im Griesbad, Ulm, mit Christine Wagner

1997

Galerie Maier, Rosenheim

1999

Galerie Jos Art, Amsterdam

2006

Galerie Mercedes Felgueres, München

2007

Hotel „Alter Wirt“, Grünwald

2009

Kunstpartner Galerie Adlmannstein

2013/14

Wilde & Partner PR GmbH, München

2015

Galerie Schindel, Freiburg i.Br.

2016

Galleri M1, Ystad, Schweden, mit Camilla Pyk

2017

Künstlerhaus München, Innenhof

 

Gruppenausstellungen

1965-1974

Herbstsalon Haus der Kunst München

1975-83

Große Kunstausstellung, Neue Gruppe, München

1977

Forum junger Kunst, Bochum/Wolfsburg

1978

Gallerie Ganserhaus, Wasserburg/Inn, Miniaturen

1983/1984

Jahresausstellung des Deutschen Künstlerbundes, Berlin, Frankfurt/Main

1983-2000

"Ateliergemeinschaft Nymphenburger Str. 125", München

1984/2000

Ausstellungen Ateliergemeinschaft Nymphenburger Str. 125

1985

Ganserhaus, Wasserburg/Inn,

 

"Ateliergemeinschaft Nymphenburger Str. 125", München

1986/87/88

Galerie Schneider, Freiburg

1989

Städt. Kunsthalle Mannheim, „Die Skulptur aus Ton“

1990

Städt. Galerie Waldkirch/Breisgau, "Toninstallationen"

1991

Skulpturenpfad Universität Ulm

1994

Gmünder Kunstverein, Mini-Arts/Mini-Objects

1999

Neues Kunsthaus, Ahrenshoop, „Auf tönernen Füssen“

2004-2009

Galerie Fererro, Nizza

2006/08

Galerie im Woferlhof, Kötzting

2008/09

Jordan National Gallery of Fine Arts, Amman, Jordanien, „Together“

2011

Kairos-Haus Landakademie Rattenbach, „kreuz-los“ -

2015

Arvika Konsthall, Schweden

2016

Galleri imma, Mariestad, Schweden

 

Galleri Sjöhästen, Nyköping, Schweden

2017

Künstlerhaus München aktuelle Fotos

Skulptur und Farbe

Wenn ich auf meine künstlerische Arbeit zurückblicke, fällt mir auf, dass immer Phasen entstanden sind. Serien, welche vor allem durch die Wahl des Materials bestimmt waren. Jedes Material hat eine eigene Gesetzmäßigkeit. Immer ist es ein Wechselspiel zwischen mir und dem Material.

Der grobe erdige Ton forderte eine reduzierte Bemalung, vorwiegend schwarz. Es entstanden Serien: Helme, Stelen, kleinere Idolfiguren, „Side by side“-Terrakotten, Jongleurinnen.
Die Tonskulpturen sind aus Platten hohl aufgebaut und haben somit tektonischen Charakter. Durch Bemalung und Farbe kann man Formen trennen, verbinden, fassen, klären, aber auch zerstören.
Oder: Chinesisches Plisseepapier aus Containern in Chinatown, Seidenpapier, Pappe, Bitumen – jedes Material reizte mich zur entsprechenden „Behandlung“: Bemalen, Bespritzen, Stechen, Schneiden, Ritzen, Bekleben...
 
Eine andere Serie besteht aus unscheinbaren Hölzern, oft in Kombination mit anderen Fundmaterialien wie Draht, Blech, Schilf. Durch Bemalung mit Farbe erhielten die Hölzer neues Leben. Es entstanden in Anlehnung an "Arte povera" zeichenhaft reduzierte Assemblagen der Reihe "Bambole povere".
Meine Bronzen sind oft bemalt und selten „aus einem Guss“, sondern aus gegossenen Einzelteilen zusammengeschweißte und gewissermaßen skulptural in die Luft gezeichnete Formen und Linien.
Manchen Menschen tut es leid, wenn die Bronze ganz unter der Farbe verschwindet. Die glatte, schwere Oberfläche der Bronze spricht durch die Farbe hindurch, anders als z.B. bei Blech. Farbe und Form erzeugen in uns Gefühle, lösen Empfindungen aus.
 
Das "Es", welches der Künstler aus den eigenen Tiefen herausschält und in Form bringt, ist wohl eine Übersetzung seiner Wahrnehmung der Welt.
Für mich ist Natur sehr wichtig, ihre unglaubliche Vielfalt an Formen und Farben. Faszinierend sind die Gesetzmäßigkeiten und Wachstumskräfte, die aller Natur und allem Leben eigen sind, die Analogien zwischen Mikrokosmos und Makrokosmos.
 
Inwieweit man als Künstler an eine allgemein gültige Wahrheit rührt, zeigt sich in der Stärke oder Schwäche seiner Kunstwerke. Darin liegt wohl das Geheimnis der Kunst: Ein unsichtbares Schwingen des Werkes zum Betrachter, ein unfassbares Berührtsein.

Margot Luf